Die Füße im Feuer
„Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm. / Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Roß, / Springt ab und pocht ans Tor und lärmt. Sein Mantel saust / Im Wind. Er hält den scheuen Fuchs am Zügel fest. / Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell /
Und knarrend öffnet jetzt das Tor ein Edelmann...“
Conrad Ferdinand Meyers Ballade von 1864 soll dem heutigen Leser und Betrachter wieder nahe gebracht werden, indem sie wie ein lesbarer Film angelegt ist: der Leser/ Betrachter des Buches schaut dem Filmteam gewissermaßen über die Schulter. Diese Brechung erlaubt es, Distanz und Nähe zugleich herzustellen. Nähe zu den Personen und deren Verstrickungen in Gewalt, Schuld und Vergebung, Distanz zum dramatischen Realismus Meyers durch die filmtechnische Irritation (Unveröffentlichtes Manuskript).
Technik: Collage/ Zeichnung







